|
100 Jahre
NaturFreundeHäuser |
| |
|
Vor über 100 Jahren wurde das erste NaturFreundehaus am Padasterjoch
in Tirol eröffnet. Als eigene Übernachtungsstätte bauten |
|
sich die Arbeiter aus Wien ihr NaturFreundehaus.
Damit hatten sie, denen die Übernachtungen in den bürgerlichen
|
|
Alpenvereinshäusern unmöglich waren,
endlich auch eine Zuflucht in den Bergen. Wie viele Häuser danach war das Padasterjoch
|
|
Haus selber gebaut und durch kleinste „Bausteine”, Spenden,
finanziert. Arbeiter und Gesellen auf der Walz trugen den Gedanken
|
|
der NaturFreunde durch ganz Europa.
1905 wurde in München die erste deutsche Ortsgruppe gegründet, 1910
eröffnete sie |
|
ihr Haus „Musauer Alm” in Tirol. Schon ein
Jahr später gab es mit dem NaturFreundehaus Maschen bei Hamburg das
erste Haus |
|
in Deutschland. Wieder ein Jahr später präsentierten die
Karlsruher NaturFreunde stolz ihr Haus im Schwarzenbachtal. Der
Kaufpreis |
|
von 2300 Mark wurde über
Anteilsscheine aufgebracht. Baumaterial für den Ausbau wurde im Rucksack
zum neuen Haus getragen. |
|
Leider ist dieses Haus in der Schwarzenbachtalsperre versunken. Nach dem ersten Weltkrieg war das Wachstum der deutschen
|
|
NaturFreunde rasant, und bis zum
Ende der zwanziger Jahre waren in Baden-Württemberg schon 24 Häuser
errichtet; 1933 waren es |
|
bereits über 300 in
Deutschland. Bald entwickelten sich die NaturFreundehäuser von den
reinen Übernachtungsplätzen zu wichtigen |
|
Begegnungsstätten für die Arbeiter
und ihre Familien. |
| |
|
Mit den Nationalsozialisten kam
das Verbot der NaturFreunde. Ihre Häuser wurden beschlagnahmt und für
Polizei und SA |
|
zweckentfremdet.
Gleich mit Ende des Krieges trafen sich die NaturFreunde wieder, und noch 1945 konnten NaturFreundevereine
im |
|
Westen neu
gegründet werden. Die NaturFreundehäuser waren bis 1993
Kristallisationspunkt des Vereinsleben. Vorrangiges Ziel war
|
|
es deshalb, die
verlorenen Häuser wiederzugewinnen. Dieser Prozess zog sich bis in die
fünfziger Jahre hin. In der DDR war erst |
|
nach der Wende
daran zu denken, die dortigen Häuser wieder zu bekommen. Verwahrlost und
ausgeräumt mussten die Häuser wieder |
|
hergerichtet
werden. Ähnlich wie nach dem 1. Weltkrieg hatten die NaturFreunde einen
raschen Zuwachs, und viele Ortsgruppen |
|
strebten bald
ein eigenes Haus an. Kein Jahr verging, in dem nicht neue Häuser
eingeweiht wurden. Erst in den sechziger Jahren ließ |
|
dieser Schwung
nach. Heute gibt es in Deutschland 700 NaturFreundehäuser, weltweit sind es 1000. Ganz unterschiedlich gestaltet
|
|
sich die
Bewirtschaftungsform der NaturFreundehäuser: viele werden ehrenamtlich
betreut, andere sind verpachtet oder werden mit |
|
eigenen
Angestellten bewirtschaftet. Der Komfort ist ebenfalls ganz
unterschiedlich: einfache Berghütten werden ebenso angeboten
|
|
wie komfortable Familienhotels. Drei Dinge sind aber allen NaturFreundehäuser gemeinsam: NaturFreundehäuser
sind für jedermann |
|
offen; sie werden von den NaturFreunden aus eigener Kraft betrieben und
sie bieten einen erholsamen Urlaub. |
| |
|
Die Geschichte unseres
NaturFreundehauses in Zwingenberg folgt noch - wir sind noch eifrig am
Recherchieren. Wenn Sie uns |
|
darüber Unterlagen zukommen lassen können
(alte Bilder oder Dokumente) - gerne: bitte Nachricht diesbezüglich per
E-Mail an |
|
birgit.baumann@naturfreunde-neckarbischofsheim.de
|
| |
| |
| |